B1 Stories
CHAPTER 1

Mein neues Leben in Hamburg: Speicherstadt, Mülltrennung und Ehrenamt – Ein Neustart!

Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem neuen Vlog! Ich bin Max, und seit Anfang September lebe ich in Hamburg, um hier mein Studium zu beginnen. Der Start war wirklich aufregend, aber ich muss zugeben, es gab ein paar Überraschungen. Ich wohne in einer WG nahe der Speicherstadt, und jeden Morgen, wenn ich zur Uni gehe, bin ich fasziniert von dieser alten Backsteinarchitektur. Es ist unglaublich, wie die Gebäude im Wasser spiegeln! Aber zurück zum Alltag: Was mich am Anfang total verwirrt hat, war die Mülltrennung. Man muss wirklich aufpassen! Der Biomüll gehört in die braune Tonne, Papier in die blaue, und alles andere in den Restmüll. Wenn man das falsch macht, wird man schnell von den Nachbarn ermahnt. Das ist typisch deutsch, nehme ich an.

Apropos Regeln: Die Sonntagsruhe ist auch etwas, das man respektieren muss. Ich wollte neulich Samstagabend um 20:30 Uhr meine Bohrmaschine benutzen, um ein Regal aufzuhängen. Mein Mitbewohner sah mich entsetzt an und meinte, ich müsse warten bis Montag, da nach 22:00 Uhr und sonntags Lärm verboten sei. Obwohl es nur ein paar Löcher waren, wollte ich keinen Ärger riskieren. Abseits dieser Formalitäten habe ich mich aber sehr gut integriert, glaube ich. Ich bin jetzt Mitglied in einem Sportverein, der jeden Mittwoch um 19:00 Uhr trainiert. Dort habe ich viele nette Leute kennengelernt.

Ein ganz anderer Aspekt meines neuen Lebens ist das Ehrenamt. Weil ich etwas zurückgeben möchte, helfe ich einmal pro Woche im Rahmen eines ehrenamtlichen Projekts älteren Menschen beim Einkaufen. Das macht mir große Freude, obwohl es manchmal zeitaufwendig ist. Wir waren letzte Woche sogar auf einem kleinen Ausflug nach Potsdam, um dort die Schlösser anzuschauen – wunderschön! Eine ältere Dame erzählte mir dort, wie wichtig es ist, dass sich Junge und Alte engagieren, besonders wenn man bedenkt, wie die Vereinsstruktur in Deutschland funktioniert. Sie sagte, ohne dieses Engagement wäre das soziale Netz viel schwächer.

Ach ja, und noch etwas Praktisches: Als ich gestern eine Flasche Wasser kaufte, habe ich natürlich gleich das Pfandsystem ausprobiert. Für die PET-Flasche bekam ich 0,25 € zurück, was ich sehr sinnvoll finde. Ich habe auch gehört, dass man in manchen Regionen, wenn man zum Beispiel von Berlin nach Potsdam fährt, auf dem Weg das Pfand von den Flaschen zurückbekommen kann, die man in der Stadt gekauft hat – das muss ich noch genauer prüfen. Insgesamt fühle ich mich wohl, auch wenn ich noch viel lernen muss. Bis zum nächsten Mal!