A2 Stories
BÖLÜM 7

Mülltrennung und Verantwortung

Als Lukas in seine neue Wohnung einzog, war er zunächst von den vielen verschiedenen Mülltonnen im Hinterhof verwirrt. In Deutschland wird Mülltrennung sehr ernst genommen, da Recycling ein zentraler Bestandteil des Umweltschutzes ist. Seine Nachbarin, Frau Müller, erklärte ihm geduldig, welches Material in welche Tonne gehört. Lukas erkannte schnell, dass man ohne ein gutes System leicht den Überblick verliert.

Frau Müller zeigte ihm die blaue Tonne für Altpapier, die gelbe Tonne für Verpackungen aus Plastik und Metall sowie die braune Tonne für Bioabfall. Restmüll kommt in die schwarze Tonne. Besonders wichtig ist die Entsorgung von Glas: Man muss es nach Farben sortieren und zu speziellen Glascontainern bringen, die oft an Straßenecken stehen. Lukas fand es anfangs etwas mühsam, seinen Abfall so detailliert zu trennen, aber er versteht jetzt die ökologische Notwendigkeit.

Neben der Mülltrennung achtet Lukas nun auch darauf, Plastik im Alltag zu vermeiden. Er kauft Obst und Gemüse meistens lose und nutzt Stoffbeutel anstatt Plastiktüten. Er hat gelesen, dass Millionen Tonnen Kunststoff jedes Jahr die Ozeane verschmutzen. Da er in Berlin lebt, nutzt er auch das Pfandsystem für Getränkeflaschen. Wenn er leere Glas- oder Plastikflaschen zum Supermarkt zurückbringt, erhält er ein paar Cent Pfand zurück, was ein guter Anreiz für die Wiederverwendung ist.

Durch diese kleinen Gewohnheiten fühlt sich Lukas verantwortungsbewusster. Er hat sogar in seiner Küche ein kleines System mit mehreren Behältern eingerichtet, damit die Trennung schneller geht. Er ist der Überzeugung, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann, um die Ressourcen der Erde zu schonen. Für ihn ist Umweltschutz keine lästige Pflicht mehr, sondern ein Ausdruck von Respekt gegenüber der Natur.