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BÖLÜM 19

Code für die Welt von morgen

Julia arbeitet in einem Berliner Start-up, das Apps für nachhaltigen Konsum entwickelt. Lukas hat Julia bei einem Workshop über digitale Ethik kennengelernt. Für Julia ist Code eine Sprache, mit der man Probleme lösen und die Welt verbessern kann. Sie verbringt ihren Tag damit, Algorithmen zu optimieren und neue Funktionen zu implementieren. Sie arbeitet oft im 'Homeoffice', da sie für ihre Arbeit nur einen schnellen Internetanschluss und einen leistungsstarken Laptop benötigt.

Sie erklärt Lukas, dass Programmieren viel mit Logik und Kreativität zu tun hat. 'Es ist wie Puzzeln', sagt sie, 'man sucht immer nach dem effizientesten Weg, um ein Ziel zu erreichen.' Julia betont auch die Bedeutung von 'Open Source'. Das bedeutet, dass Software-Code öffentlich zugänglich ist, damit Entwickler weltweit gemeinsam daran arbeiten können. Diese Transparenz fördert Innovationen und verhindert Monopole in der Tech-Branche.

Trotz der Vorteile sieht Julia auch kritische Aspekte der Digitalisierung, insbesondere die künstliche Intelligenz (KI). Sie diskutiert mit Lukas darüber, wie KI den Arbeitsmarkt verändern wird. Viele einfache Tätigkeiten könnten in Zukunft automatisiert werden, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Julia findet es wichtig, dass Menschen die Technik verstehen, damit sie nicht von ihr beherrscht werden. Sie engagiert sich deshalb in einem Verein, der Programmierkurse für Frauen anbietet.

Lukas ist fasziniert von Julias logischer Denkweise. Er versteht jetzt besser, dass hinter jeder App, die er täglich nutzt, tausende Zeilen Code und die harte Arbeit von Entwicklern stecken. Julia motiviert Lukas, sich Grundkenntnisse in HTML und CSS anzueignen, da dies auch für seine Arbeit als Grafikdesigner immer wichtiger wird. Lukas erkennt, dass die Grenzen zwischen Design und Technologie immer mehr verschwimmen.