Blitzschnell durch Berlin
Miro kennt Berlin besser als jeder Navigationsdienst. Er arbeitet als Fahrradkurier und verbringt täglich bis zu acht Stunden im Sattel. Lukas lernte Miro kennen, als dieser ein dringendes Paket in sein Grafikbüro lieferte. Miro ist stolz auf seine Schnelligkeit und seine Fähigkeit, sich durch den dichten Berufsverkehr zu schlängeln. Für ihn ist das Fahrrad das effizienteste Transportmittel in einer überfüllten Großstadt wie Berlin.
Der Job ist jedoch kein Zuckerschlecken. Miro muss bei jedem Wetter raus – egal ob es regnet, schneit oder die Sonne brennt. Er trägt eine spezielle wasserdichte Ausrüstung und einen großen Rucksack, in dem er Dokumente, Medikamente oder kleine Pakete transportiert. Er erklärt Lukas, dass Konzentration lebenswichtig ist, da Autofahrer Radfahrer oft übersehen. Miro muss jederzeit vorausschauend fahren und schnell reagieren können.
Besonders schätzt Miro die Unabhängigkeit. Er hat keine festen Bürozeiten und kann sich seine Schichten flexibel einteilen. Über eine App erhält er seine Aufträge und navigiert zum Ziel. Der Zeitdruck ist oft hoch, da die Kunden eine schnelle Lieferung erwarten. Miro findet den physischen Aspekt seiner Arbeit positiv; er spart sich das Fitnessstudio, da er jeden Tag ein intensives Ausdauertraining absolviert. Sein Ruhepuls ist so niedrig wie der eines Profisportlers.
Miro beobachtet die Veränderungen in der Stadt genau. Er freut sich über jeden neuen Radweg, kritisiert aber auch den schlechten Zustand vieler Straßen. Er hofft, dass Berlin in Zukunft noch fahrradfreundlicher wird und der Autoverkehr reduziert wird. Lukas ist beeindruckt von Miros Energie und Ausdauer. Er versteht jetzt, dass Fahrradkuriere ein wichtiger Teil der städtischen Logistik sind, die dafür sorgen, dass wichtige Dinge trotz Staus pünktlich ankommen.